Einfach wollen es DIN [A] Tod dem Hörer nicht machen… ein kryptischer Bandname und das Spiel mit Symbolen erschweren es, das Berliner Trio eindeutig einzuordnen. DIN [A] Tod wollen verwirren, anstacheln, aufrütteln. „Symbole sind eigentlich nur konzentrierte Bilder“, meint Sänger Sven: „…wir denken in Bildern. Die eigentliche Macht solcher Symbole ist dieselbe, wie sie auch in der Musik vorhanden ist: sie kann Kräfte beleben, faszinieren und etwas bewegen.“ Auch der Name passt als Fusion aus System und Lücke ins Programm.

Wer jetzt allerdings pathetische Weltschmerzbekundungen oder allzu verkopften Kunstschrott befürchtet, der kann sich entspannt zurücklehnen, denn DIN [A] Tod sind nichts von alledem. Auf ihrem ersten Longplayer „The Sound of Crash“ verpacken sie ihre Auseinandersetzung mit Macht und Hysterie, dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest dann auch in kernige Beats, vielseitige Songstrukturen zwischen Minimal Electro, Wave und Electroclash, und bis auf die Knochen reduzierte Ohrwürmer.

Im Februar 2009 erschien dann endlich das lang erwartete Nachfolgealbum "Westwerk", auf dem DIN [A] Tod ihren Kult-Mix aus Post-Punk und Electroclash gekonnt weiterentwickelt haben. Die mutige Fusion aus reduzierten Elektronik-Sounds mit treibenden Gitarren- und Bass-Linien und einem Hauch unterkühlter Reserviertheit klingt noch satter, kompakter und runder als auf dem mit reichlich Lorbeeren bedachten Debütalbum der Band.

DIN [A] Tod besetzen eine absolute Marktlücke… denn intelligente, elektronische Musik, zu der man auch tanzen kann, gibt es leider viel zu wenig.


 



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